Bei einer Lehrervorbildungsveranstaltung im Jahr 1981 informierte RR Franz Neudorfer Peter Pohn – damals HS-Lehrer- über die weltweite Bekanntheit der Ottnanger Schliergrube. Spontan fasste daraufhin Peter Pohn den Entschluss, besagte Schliergrube der Öffentlichkeit durch ein Monument bekannt zu machen.
Für die Umsetzung seines Vorhabens war eine sorgfältige Planung erforderlich. Zunächst erweiterte er sein Wissen über die geologischen Zusammenhänge unserer Erde durch die Teilnahme an einschlägigen Kursen, die mit dem Lesen fachbezogener Literatur einhergingen.
Um den Ankauf der Schliergrube mit öffentlichen Mitteln finanzieren zu können, gründete er als Trägerorganisation die Naturschutzjugendgruppe Wolfsegg a. H.
Nach Genehmigung der für den Ankauf der Schliergrube erforderlichen finanziellen Mittel durch die Naturschutzabteilung beim Land OÖ. führte Peter Pohn mit den Besitzern der Ottnanger Schliergrube Maria und Johann König die Grundankaufs- Verhandlungen. Im Anschluss daran übertrug er Dr. Franz Penninger, die für einen Grundankauf erforderlichen notariellen Erledigungen, der Firma Arah die Vermessung des Grundstücks und dem Baggerunternehmen Ing. Johann Kaltenbrunner die Freilegung der berühmten Schlierwand vom Baum- und Strauchbewuchs. Um die Bedeutung der Ottnangium-Zeit gut präsentieren zu können, errichtete Peter Pohn nach seinen eigenen Ideen ein Denkmalmonument. Für die Bebilderung und die farbige Gestaltung des Monuments konnte er Herrn Karl Kettlgruber gewinnen. Schließlich organisierte Peter Pohn noch die Eröffnungsfeier, die am 28. Juni 1989 stattfand.
Dieses Projekt war und ist sehr zeitaufwendig, der Lohn dafür war und ist der Besuch vieler interessierter Menschen.
Das Denkmalmonument Ottnangium 1

Als Lehrer war es Pohn wichtig durch Anschaulichkeit zum Verstehen zu führen. Deshalb erdachte er ein Denkmalmonument mit drei Vitrinen – Nischen. In der ersten Nische ist das Molasse-Meer dargestellt, in der zweiten der Schichtaufbau des Hausrucks und in der dritten Nische eine von Univ.-Lektor Mag. Erich Reiter verfasste Informationstafel über die Ottnangium– Zeit.
Denkmalmonument Ottnangium 2
Anlässlich 25 Jahre Naturdenkmal Ottnangium ersuchte Peter Pohn, die Naturschutzabteilung beim Land OÖ um die Finanzierung eines weiteren Denkmal-Monuments als Ergänzung zum Denkmalmonument 1.
Nach Pohns Vorstellungen sollte die beschauliche Darstellung des Molasse-Meers im Monument 1 in einem weiteren Denkmal sehr ausführlich dargestellt und beschrieben werden, und die Bereiche Bodenschätze und Landschaftsformen OÖ. behandelt werden. Nach Genehmigung der Finanzierung dieses Projekts, kontaktierte Peter Pohn die Firma Geo–Globe aus Salzburg bezüglich der Erstellung von 6 Informationstafeln, die er nach deren Fertigstellung in einem Rondell zusammenfasste. Die, bei von der Landesregierung geförderten Projekten geforderten Eigenleistungen erbrachte Peter Pohn durch die sehr Zeit aufwendige Verlegung des Denkmalmonuments 1 (Demontage und Neumontage), die Errichtung des Rondells für das Denkmalmonument 2, die Herstellung eines Holzzauns an der Grundgrenze des Denkmalbereichs und die Organisation der Eröffnungsfeier. Durch den persönlichen Einsatz von Peter Pohn kam es zu keiner Überschreitung der für dieses Projekt zugebilligten Finanzmittel.
Verfasst von OSR Peter Pohn
