Zum 10. Mal stellte die önj Vöcklamarkt heuer den Amphibienschutzzaun in Walkering auf. Wir unterstützen damit nun schon seit 10 Jahren überwiegend Erdkröten auf ihrer Wanderung zu ihrem Laichgewässer. In einem schönen Privatteich mitten im Siedlungsgebiet finden Paarung und Ablage der Laichschnüre bzw. bei den Fröschen Laichballen statt. Damit die Kröten und Frösche sicher über die Straße gelangen, nehmen wir diese Arbeit Jahr für Jahr wieder gerne auf uns.

In diesem Jahr mussten wir leider die traditionelle Veranstaltung gemeinsam mit unseren fleißigen önj-Kindern aufgrund der andauernden Pandemie absagen. Stattdessen übernahmen diese wichtige Arbeit wir drei Gruppenleiter gemeinsam mit unseren engsten Familienangehörigen. Als Naturliebhaber war dies für uns die einzig logische Lösung für unser Dilemma.

Da bereits am Folgetag die ersten Kröten in den Kübeln auf ihren Transport warteten, ist ab jetzt auch wieder die Mithilfe unserer önj-Kinder gefragt. Denn in den nächsten Wochen muss täglich morgens und abends ein Zaunkontrollgang erfolgen. Dabei werden alle Kübel kontrolliert, die gefundenen Tiere gezählt und sicher über die Straße gebracht. Wer neugierig ist, kann die Kröten auch direkt zum Teich hochbringen und einen Blick ins Wasser werfen – vielleicht sind ja bereits die ein oder anderen Laichschnüre oder Laichballen zu finden. An den Wochenenden und in den Osterferien wird diese wichtige Aufgabe durch die önj-Kinder mit ihren Familien erledigt, unter der Woche unterstützen uns nun schon seit Jahren tatkräftig die Grundstückbesitzer – herzliches Dankeschön dafür! Nach ungefähr einem Monat wird der Zaun dann wieder abgebaut, damit den Kröten die Abwanderung vom Laichgewässer, die dann nach und nach geschieht, wieder ermöglicht werden kann.

Mit dieser jährlichen Aktion leisten wir einen aktiven Beitrag zum Schutz der in Österreich gefährdeten und streng geschützten Amphibien. Der Straßenverkehr zählt zu den häufigsten Todesursachen der Kröten und Frösche. Der Einsatz am Krötenzaun rettet vielen Tieren Jahr für Jahr das Leben und unterstützt so die Populationen in ihrem Fortbestand.

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