Auch heuer gab es für die 8- bis 12-Jährigen von der der önj Salzburg wieder ein Feriencamp in der Spechtenschmiede. Diesmal ging es hoch hinauf auf den Gaisberg und beim Runtergehen unter die Erde ins Frauenloch, was für die Kinder ein großes Highlight war. Einen weiteren Schwerpunkt haben wir heuer auf Kräuter und was man daraus alles so machen kann, gelegt. Nach dem Kräutersammeln und Zubereiten gab es ein leckeres Buffet mit Brennnesselpesto, Kräuteraufstrich, Blütenpralinen, Kräuterbutterbrot und Wiesendudler. Auch Kugelbahnen durch den Wald, Yoga unter den Bäumen, super Vorstellungen beim Bunten Abend, mystische Stimmung am Lagerfeuer und viel Spiel und Spaß drinnen und draußen waren heuer dabei.

Einen weiteren tollen Programmpunkt gestaltete die Salzburger Landesleiterin Edith Amberger im Rahmen des Projekt Aufblühn für uns. In Kleingruppen haben wir uns „Grundstücke“ gesucht und diese mit einer Schnur begrenzt. Es ist spannend, wie viele unterschiedliche Blütenpflanzen und -formen es auf einer so kleinen Fläche zu finden gibt. Jede Gruppe hat unterschiedlichste Grundstücke gewählt, somit kamen bei der Bestimmung viele verschiedene Pflanzen heraus. Was für die Kinder besonders spannend war, dass auch Bäume und Gräser zu den Blütenpflanzen gehören. Somit konnten wir auch gleich noch die Bestimmung derer üben.

Mit Hilfe von Mikroskopen war es uns möglich die Blüten besonders genau unter die Lupe zu nehmen und die Vielzahl an Unterschieden zur Bestimmung zu detektieren.

Im Anschluss stellten die Gruppen ihre Ergebnisse untereinander vor, wodurch das gelernte Wissen gefestigt und ausgetauscht wurde.

Roland Breschar und Stefanie Amberger

 

Für mich war der Tag mit euch und eurer Begeisterung zum Forschen ein Erlebnis. Eure Präsentationen überraschten uns nicht nur mit eurem Wissen, sondern vor allem auch mit euren kreativen Ideen, die jede Darbietung anders und spannend machten.

Ihr wart erstaunt, warum auf manchen Grundstücken mehr wächst wie auf eurem. Ein Blick nach oben löste das Rätsel – ohne Licht geht eben weniger! Wir erlebten, dass auch ganz große Bäume ganz klein anfangen und dass jeder Baum typische „Baumkinder“ hat.

Und dann war da noch die Gruppe, die zu einem Grundstück meinte: „Da sind ja nur grüne Blätter!“. Und siehe da – da waren 33 verschiedene Tier – und Pflanzenarten zu finden und wir haben sicher nicht alles entdeckt und bestimmt. Außerdem kennen wir jetzt den Geruch der Minze, den Geschmack des Gundermann, wissen wie sich ein Brombeerblatt anfühlt und haben das Rauschen in den Blättern bewusst gehört!

Edith Amberger

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